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Produkttest: Netgear Arlo Pro 2

Produkte online richtig zu beurteilen ist nicht immer einfach. Hier testen unsere Experten die neue Netgear Arlo Pro 2 und zeigen dir die Vor- und Nachteile auf, um dich bei deiner Produktauswahl optimal zu unterstützen.

Alexa, was passiert gerade vor meiner Wohnungstür?

Einbrecher auf frischer Tat ertappen war gestern. Mit der 1080p-Videoqualität der «Arlo Pro 2» kann man nun auch deren Bartstoppeln zählen oder die Marke der Wimperntusche identifizieren, so scharf ist das Bild. Und: Die «Arlo Pro 2» ist die erste Überwachungskamera auf dem Markt, die wetterfest und wiederaufladbar ist. Überwachung einfach gemacht, sozusagen. Wie einfach? Das testen wir.

NETGEAR Arlo Pro 2 I 2er Netzwerkkamera-Set

Apple hier, Apple da.

Wer gerne grosse Pakete hat, wird nicht enttäuscht. Die eigentlich nicht so grossen Kameras werden in Tonnen von Plastik geliefert. Zusammen mit einer Basisstation und einer Vielzahl an Steckern und Ersatzteilen. Akkus sind neu auch dabei, das konnte das Vorgängermodell noch nicht bieten. Diese haben bei einer durchschnittlichen Verwendung eine Laufzeit von bis zu 6 Monaten.

Das Design der Kameras schreit nach Apple. Wohl auch, weil man damit unterbewusst automatisch Qualität, Prestige und vor allem Style verbindet. Viele Hersteller kopieren darum den Apple-Look. Aber ja, zugegeben: Wäre schon lässig, wenn auch eine Sicherheitskamera als hübsches Wohn-Accessoire dienen kann. So neben all den HD-Filmen von Einbrechern, die im Design-Regal stehen. Doch die Crux bei technischen Geräten liegt nicht im Auspacken, sondern im Einrichten.

Einrichten

Das Registrieren und Hinzufügen der Geräte ging überraschend flott voran – bis an den Punkt, an dem ich die Basisstation mit den Kameras syncen sollte. Eine Ewigkeit blinkte nur das orange Licht -–keine Verbindung. Also die geliebte Bedienungsanleitung geschnappt (not!) – und auf Seite 9 im Abschnitt 5. a. die Lösung des Problems gefunden: Die Kameras müssen in einem Abstand von exakt 30–100 Zentimetern zur Basisstation gesynct werden. Ach so.

Als dann alles eingerichtet war, reagierte die App auf jede Bewegung und jedes Geräusch bis 7 Meter Entfernung zuverlässig mit einer Mail und einer zeitgleichen Push-Benachrichtigung. Dabei lässt sich die Sensor-Empfindlichkeit ebenso regulieren wie die Mail- und Push-Benachrichtigungen in den Einstellungen ausschalten.

Was kann sie sonst noch?

Die Kameras verfügen über einen 130-Grad-Blickwinkel. So können mit dem «Arlo Pro 2»-System gut Kinder im Garten oder im Haus überwacht und aus der Ferne auch betreut werden. In den Kameras sind nämlich Mikrofone und Lautsprecher integriert – so lässt sich auch zum Essen rufen. Dasselbe gilt für den Familienhund oder die gefrässigen Hauskatzen.

In der Nacht macht das System Infrarot-Aufnahmen von Gartenbesuchern wie etwa Füchsen oder Igeln ebenso wie von heimlichen Kühlschrank-Plünderern oder Rauchern. Um dann Einbrecher in die Flucht zu schlagen, wohl die Kernaufgabe, verfügt die Basisstation über eine 100+ Dezibel laute Sirene.

Das «Arlo Pro 2»-System überträgt direkt in die Cloud, wo das Videomaterial sieben Tage kostenlos verfügbar ist. Eine längere Verfügbarkeit kann man gegen einen Aufpreis haben. . Auch zeigt das «Look-Back-Feature» Bilder von unmittelbar vor dem Alarm ... Ach ja – selbstverständlich können Smart-Home-Bastler die «Arlo Pro 2» mit Amazons «Alexa» und anderen Sprachsteuerungssystemen bedienen. Und wenn man ein USB-Laufwerk an die «Arlo Pro 2»-Basisstation anschliesst, erhält man einen lokalen Back-up-Speicher.

Fazit

Der Datenschutz setzt dem Einsatz von Überwachungskameras enge Grenzen. Wer aber gleichwohl sein Haus mit einer Überwachungskamera schützen oder darüber wachen will, was Kinder und Haustiere so tun, kommt an den «Arlo Pro 2»-Kameras kaum vorbei. Sie liefern scharfe Bilder, lassen sich unkompliziert montieren und bedienen – und funktionieren kabellos und zuverlässig.