Kaufberater PC-Monitor

Du möchtest einen PC-Monitor kaufen, aber verlierst bei der Vielzahl an Modellen und Typen den Überblick? In diesem Kaufberater zeigen wir dir, worauf du vor dem Kauf eines neuen PC-Monitors achten solltest und verraten dir, welcher PC-Monitor am besten für dich geeignet ist.

Der Monitor ist als Anzeigegerät für die Darstellung aller PC-Inhalte zuständig. Ohne das richtige Display macht selbst der leistungsstärkste PC keinen Spass. Wer einen neuen Bildschirm sucht, steht einem riesigen Angebot gegenüber: Zahllose Bildformate, Auflösungen, Display-Techniken, Designs und Anschlüsse erschweren die Auswahl. Es lohnt nicht, zum erstbesten Modell zu greifen bei dem Design und Preis stimmen. Erst wenn auch die technischen Eigenschaften des Monitors zu deinen Anforderungen passen, ist eine lange Freunde garantiert.

Ein wichtiger Punkt bei deiner Kaufentscheidung auch ist die Nutzungsdauer. Je mehr Zeit du am Rechner verbringst, desto wichtiger ist ein möglichst hochwertiger und augenfreundlicher PC-Bildschirm. Dazu kommt, dass du ein vernünftiges Anzeigegerät locker über mehrere PC-Generationen verwenden kannst. Um die schönsten Monitorbilder zu geniessen, ist es ratsam, sich beim Kauf mit den technischen Daten zu beschäftigen.

Gaming-Monitore: Der perfekte Bildschirm fürs Zocken

Ein grosser, hochauflösender Monitor trägt massgeblich zum Spielspass am PC bei. Für Gamer ist ein schnelles Display mit kurzer Reaktionszeit, hoher Bildwiederholrate und der richtigen Auflösung wichtig. Ist der Bildschirm zu langsam, wirst du bei der Monsterverfolgung oder in Rennszenen durch einen zögerlichen Bildaufbau gebremst. Da hilft selbst eine extrem leistungsstarke Grafikkarte nicht. Geschwindigkeitsprobleme in 3D-Games, Ego-Shootern und Rennsimulationen entstehen, wenn die Flüssigkristalle des Displays zu lange brauchen, um sich auszurichten. Spezielle Monitore für Gamer bieten dir daher vor allem eins: maximalen Spielspass auch bei hohem Tempo!

Reaktionszeit: Spieler lieben TN-Panels

Die Reaktionszeit hängt bei Bildschirmen vom Display-Typ (Panel) ab. Sie ist in der Produktbeschreibung angegeben. Relevant ist die Reaktionszeit von «Grau zu Grau» in Millisekunden. Je niedriger der Wert, desto besser.

Bei Spielern geniessen TN-Panels (Twisted Nematic) einen hohen Stellenwert. Ihre Flüssigkristalle lassen sich sehr schnell in die richtige Richtung kippen. Das führt bei Action-Krachern zu einer kurzen Reaktionszeit ohne Schlierenbildung. Schlieren oder das Verschwimmen von Bildteilen können bei Games mit zeitkritischem Ablauf nerven, etwa Shootern. Feinde sind dann nicht mehr schnell genug von Freunden zu unterscheiden.

Auch manche IPS-Panels kommen fürs Zocken in Betracht. IPS (In Plane Switching) hat gegenüber TN einige Vorzüge, allen voran einen grösseren Sichtwinkel, der IPS-Monitore blickwinkelunabhängiger macht. Ausserdem zeigen IPS-Displays feinere Farbabstufungen und damit genauere Farbnuancen. Früher waren IPS-Panels zum Spielen ungeeignet, da die Reaktionszeiten zu hoch und IPS-Monitore in Folge für Action-Games zu langsam waren. Heute gibt es sehr gute Gaming-Monitore mit IPS-Schirm (S-IPS, E-IPS, PLS), die es bei den Schaltzeiten problemlos mit einem schnellen TN-Monitor aufnehmen können. Für die Masse an IPS-Schirmen gilt das jedoch nicht. Die Mehrzahl der Spiele-Displays setzt daher weiterhin auf rasante TN-Panels. Die geringere Blickwinkelstabilität ist beim Gaming nicht so entscheidend, da du meist frontal aufs Display blickst.

Monitore mit MVA-Panel (Multi-Domain Vertical Alignment, bei Samsung: PVA – Patterned Vertical Alignment) sind üblicherweise für temporeiche Games zu langsam. Es treten Schlieren auf, die das Spielgeschehen behindern. Gaming-Monitore mit MVA eignen sich eher für Spiele ohne schnelle Bewegungen.

Bildwiederholfrequenz: Augenschmaus mit 120 oder 144 Hz

Mit einer Erhöhung der Bildwiederholfrequenz auf 120 oder gar 144 Hertz (Hz) verbessern die Hersteller von Gaming-Bildschirmen die Darstellung schneller Action- und 3D-Sequenzen. Einzelne Schirme schaffen sogar bis zu 240 Hz.

Die Bildwiederholfrequenz steht für die Anzahl der Einzelbilder pro Sekunde, die auf dem Display erscheinen. Der auch in fps (frames per second) angegebene Wert verrät, wie häufig das Bild pro Sekunde aufgefrischt wird. Üblich bei LCD-Flachbildschirmen sind 60 Hz. 120 oder 144 Hertz sorgen für eine effektive Reduzierung von Schlieren sowie Bilderreissen (Tearing) – und damit für ein geschmeidiges Bild, sofern die Grafikkarte im PC mitspielt. In Games profitierst du von einem flüssigeren Bildablauf. Dieser positive Effekt macht sich beispielsweise auch beim schnellen Verschieben von Fenstern auf dem Windows-Desktop bemerkbar.

G-Sync und FreeSync: Nie wieder Tearing

Viele Spielemonitore unterstützen Nvidia G-Sync (GeForce) oder AMD Radeon FreesSync. Beide Kommunikationsverfahren dienen der Abstimmung der Bildwiederholfrequenz des Monitors mit der Grafikkarte. Schirme mit dieser Technik passen die Bildwiederholrate der Ausgabe dynamisch an die Bildwiederholfrequenz der Grafikkarte an. Unterstützt auch die Grafikkarte das Verfahren des jeweiligen Herstellers, profitierst du von einer stets optimal angepassten schnellen Reaktionszeit und unterbindest Tearing.

Input-Lag: Die Latenzzeit

Eine kurze Eingabeverzögerung – Fachbegriff Input Lag oder Latenzzeit – ist gut fürs Zocken. Bei den fürs Gaming optimierten Monitore ist der Input-Lag unabhängig von der Panel-Technik so gering, dass er nicht weiter ins Gewicht fällt.

Kontrast: Tolles Farbspiel mit HDR

Auf einem Monitor mit HDR (High Dynamic Range) wirkt die Grafik von Spielen besonders farbintensiv und leuchtend. Die Technik sorgt bei Gaming-Monitoren für satte Farben und einen grossen Kontrastraum, der viele Helligkeitsnuancen darstellt. In extrem dunklen und hellen Bereichen siehst du dadurch mehr Details. Die wichtigsten HDR-Verfahren für Spielemonitore sind HDR 10 und Dolby Vision. Achte darauf, dass Grafikkarte und Monitor HDR 10 beziehungsweise Dolby Vision unterstützen. Dann kann der Bildschirm die von den Spielemachern hinterlegten Farbinformationen zur optimalen Darstellung der Spielszenen nutzen.

Dynamischer Kontrast und Quantum Dot: Auto-Tuning für Games

Fürs Gaming eignen sich klassische LCD-Monitore, LED-Monitore (LCD-Displays mit LED-Backlight) sowie OLED-Monitore. Manche LED-Monitore fürs Gaming beherrschen eine dynamische Kontrast-Anpassung. Der Bildschirm reguliert dann die Leuchtkraft der zur Hintergrundbeleuchtung eingesetzten LEDs passend zum Spielgeschehen. Dadurch wirken dunkle Bildbereiche richtig schwarz und helle leuchten intensiv. Gamer-Monitore mit Quantum-Dot-Technik können die Farbpräzision und die Helligkeit bei Spielen automatisch erhöhen.

Gaming-Monitor: Grösse, Auflösung und Seitenformat

Games wirken auf einem grossen, hochauflösenden Monitor naturgemäss am genialsten. Allerdings erfordert ein Riesenschirm eine entsprechende Highend-Grafikkarte in einem leistungsfähigen Rechner, damit Spiele mit aufwendiger 3D-Optik flüssig ablaufen. Auch der Sitzabstand zum Bildschirm muss passen.

Die Grösse von Monitoren wird in Zoll angegeben und steht für die Länge der Display-Diagonalen. Empfehlenswert ist eine Bildschirmdiagonale ab 24 Zoll (60 cm). Kleiner sollte ein neuer Monitor nicht sein, gleich ob er für Games, Filme, Bildbearbeitung oder Büroaufgaben genutzt werden soll.

24 bis 28 Zoll grosse Spiele-Displays bieten sich für einen normalen Sitzabstand an. Diese Display-Grösse liefert einen sehr guten Überblick über das Spielgeschehen. Du kannst schnell auf neue Spielsituationen reagieren, ohne den Kopf bewegen zu müssen.

Ist genügend Platz, darf der Monitor auch grösser sein. Displays mit 32 oder 34 Zoll bieten mehr Fläche und beamen dich noch intensiver ins Geschehen hinein. Das bei Gaming-Monitoren übliche Seitenverhältnis von 16:9, 21:9 oder 32:9 (Formfaktor) geht in die Breite und sorgt für eine angenehme Panoramawirkung.

Spielemonitore mit Curved-Display haben eine leicht gebogene Bildschirmfläche und intensivieren das Mittendrin-Gefühl. Der Tiefeneffekt eines konkav gebogenen Monitors macht sich etwa bei Rennspielen und in Simulationen bemerkbar.

Die Standard-Auflösung von Gaming-Displays beträgt 1920 x 1080 Pixel (Full HD, 1080p). Full-HD-Gaming-Monitore sorgen auch mit einer Mittelklasse-Grafikkarte für ausreichend Tempo – und damit für hohen Spielspass.

Qualitätsbewussten Spielern bieten Gaming-Monitore mit WQHD-Auflösung (1440p) von 2560 x 1440 Pixel eine gute Kombination aus hoher Auflösung und schneller Bildrate. Die Zusatzpixel sorgen für eine grössere Detailfülle und knackscharfe Bilder.

UHD-Gaming-Monitore setzen mit 3840 x 2160 Bildpunkten (2160p) noch eine Schippe drauf. Mit ihrer 4K-Auflösung bieten dir die Displays eine eindrucksvolle Pixeldichte für höchste Detailfülle, etwa bei Strategie- und Rollenspielen. Alles wirkt superscharf und sehr detailreich. Durch die begrenzte Bildwiederholrate ist 2160p für turboschnelle Games jedoch nur bedingt empfehlenswert.

3D: Echt dreidimensional

Möchtest du mittels stereoskopischer Bildwiedergabe und 3D-Brille spielen, brauchst du einen 120-Hz-Monitor. Die Grafikkarte muss Nvidia 3D Vision oder AMD HD3D beherrschen. Ausserdem benötigst du eine vom Grafikkarten-Chipsatz unterstützte 3D-Brille (Shutterbrille).

Anschliessen lassen sich Gaming-Monitore übrigens per HDMI, DisplayPort und DVI. Mit DisplayPort erzielst du stressfrei die höchste Bildqualität.

Business-Monitore: Stundenlang entspannt arbeiten

Office-Anwender benötigen Ihren Rechner vorrangig zur Textverarbeitung, für Kalkulationen, zum Recherchieren von Informationen, für Branchen-Software und zur Kommunikation. Im Büro spielen 1440p- oder 4K-Auflösungen und schnelle Reaktionszeiten eher eine untergeordnete Rolle – hier kommt es auf ein entspiegeltes Display, den Blickwinkel und Ergonomie an.

Office-PC: Die richtige Monitorgrösse

Um die Augen zu entlasten, ist eine hohe Darstellungsqualität und eine Bildschirmdiagonale von mindestens 24 Zoll wichtig. Ab dieser Grösse bietet dein Monitor genügend Fläche, um auch grössere Word-Dokumente und Excel-Tabellen bequem zu bearbeiten. Auf Webseiten, in Diagrammen und in PDF-Dokumenten sorgen 24 Zoll für Übersicht. Zudem lassen sich zwei Programmfenster nebeneinander platzieren. Full-HD mit 1920 x 1080 Bildpunkten sorgt für eine scharfe Darstellung. Für mehr Bildschirmfläche ist ein 27-Zoll-Monitor in Full-HD- oder WQHD-Auflösung mit 2560 x 1440 Pixel ideal.

Mit zunehmender Display-Diagonale wächst auch der Platzbedarf. Achte auf die in der Produktbeschreibung angegebenen Abmessungen. Meist geht es auf dem Schreibtisch eng zu und dein Bildschirm soll nur einen Teil der Fläche beanspruchen.

Büros sind normalerweise gut ausgeleuchtet, daher sollen Büromonitore hell leuchten und einen hohen Kontrast aufweisen. Vergleiche dazu den Helligkeitsgrad in Candela pro Quadratmeter (cd/m2) und das Kontrastverhältnis: je höher die Werte, desto besser. Am Arbeitsplatz schauen manchmal mehrere Personen auf einen Monitor, etwa wenn du etwas besprichst. Bietet er einen großen Blickwinkel, können alle das Bild gleich gut sehen.

Dank DVI- und HDMI-Anschluss verbindest du den Monitor mit alten und neuen Rechnern. Für PC-Oldies ist ein VGA-Anschluss erforderlich.

Design und Ergonomie: Komfort am Bildschirm

Die Bildschirm-Optik sollte zum Arbeitsplatz passen. Auf Nummer sicher gehst du mit einem grauen oder schwarzen Gehäuse. Zierelemente aus Metall oder ein Metallfuss sorgen für dezente Auflockerung. Extravagante Designs sind weniger geeignet.

Bei Büromonitoren solltest du auf ein entspiegeltes Display achten. Die matte Oberfläche verhindert, dass sich Leuchten, Einrichtungsgegenstände oder du selbst in der Ansicht spiegeln und die Konzentration beeinträchtigen. Auch das Monitorgehäuse sollte matt und damit blend- und spiegelfrei sein.

Für ergonomische Anpassungen sollte sich der Bildschirm sich in der Höhe leicht einstellen, schwenken und neigen lassen. Ein flexibler Standfuss hilft, die Anzeige so zu positionieren, wie es für deine Augen und deinen Nacken angenehm ist. Durch einen Drehteller im Fuss kannst du das Display um die eigene Achse drehen und so Kollegen Präsentationen vorführen. Ist eine Pivot-Funktion vorhanden, kannst du den Schirm um 90 Grad hochkant drehen und beispielsweise Dokumentenseiten vollständig betrachten.

Stromverbrauch: Extras helfen beim Sparen

Bildschirme am Arbeitsplatz sind oft acht Stunden und mehr in Betrieb. Da ist deiner Geldbörse und der Umwelt zuliebe ein Blick auf den Energieverbrauch lohnenswert. Generell sind neue Modelle deutlich sparsamer als alte. Funktionen wie LED-Hintergrundbeleuchtung, automatische Anpassung der Bildschirmhelligkeit und Anwesenheitssensoren senken den Strombedarf.

Monitore für den Heimgebrauch: Surfen, mailen, Fotos und Videos

Der Bildschirm am PC zu Hause soll ein echter Alleskönner sein: Urlaubsfotos betrachten, Videos wiedergeben, Schreibarbeiten erledigen, Reiseauskünfte einholen, surfen, mailen und ein paar Spiele. Ein Full-HD-Monitor um 24 Zoll mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten liefert dir über alle Einsatzbereiche hinweg eine ordentliche Darstellung bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Ein 24-Zoll-Modell bietet genug Platz für Webseiten und zum entspannten Betrachten von Bildern und Filmen. Bei höheren Ansprüchen greifst du zu einem grösseren Bildschirm mit höherer Auflösung. Der Anschluss an den PC erfolgt per HDMI, DisplayPort oder DVI. Möchtest du Funktionen durch Antippen mit dem Finger auslösen, ist ein Touchscreen-Monitor ideal.

Am günstigsten ist ein TN-Panel-Monitor, der superschnell reagiert, Farben jedoch nicht ganz so satt darstellt. Für die Foto- und Videobearbeitung sind Monitore mit IPS-, MVA- oder PVA-Panel von Vorteil. Sie punkten mit realistischer Farbwiedergabe über den RGB-Farbraum und grossem Betrachtungswinkel.

Designer-Bildschirm: besser schön schauen

Dein neuer Monitor wird Teil der Wohnungseinrichtung. Achten auf ein repräsentatives Äusseres. Das Design sollte dir gut gefallen, denn du siehst das Gerät ja auch in ausgeschalteten Zustand. Neben ultraflachen Displays mit minimalistischer Anmutung bieten Hersteller auch aussergewöhnlich gestaltete Monitore an, etwa in Klavierlackoptik, Metall-Look oder mit Farbakzenten.

Monitor-Extras: Lautsprecher und USB-Hub

Ein Monitor mit eingebauten Lautsprechern spart Platz für zusätzliche Boxen. Der integrierte Sound reicht für Zimmerlautstärke aus. Ein Kopfhöreranschluss im Monitor ist praktisch, wenn du Kopfhörer verwenden möchtest. So werden andere Familienmitglieder nicht gestört.

Ist ein USB-Hub im Monitor integriert, fällt das Bücken zum PC unter dem Schreibtisch weg, wenn du das Smartphone oder einen USB-Stick anschliesst. Ausserdem kannst du Tastatur und Maus ohne grossartigen Kabelsalat verbinden.

Fazit: Der perfekte Bildschirm für jeden Bedarf

Beim Monitorkauf sind der Einsatzzweck und die persönlichen Ansprüche entscheidend. Mit einem auf deine Anforderungen zugeschnittenen Bildschirm geniesst Du eine in allen relevanten Bereichen perfekte Darstellung. Für den universellen Heimgebrauch kannst du bedenkenlos zu einem günstigen Modell greifen. PC-Spieler, Office-Nutzer, anspruchsvolle Anwender und Profis finden mit hochauflösenden, schnellen und farbintensiven Bildschirmen genau das richtige Gerät, das auch über viele Jahre Freude garantiert.