MenüAlle Produkte

Kaufberater Grill

Du möchtest einen Grill kaufen, aber verlierst bei der Vielzahl an Modellen und Typen den Überblick? In diesem Kaufberater zeigen wir dir, worauf du vor dem Kauf eines neuen Grills achten solltest und verraten dir, welcher Grill am besten für dich geeignet ist.

Goldbraun gebrutzelte Würstchen, saftige Steaks und aromatisches Gemüse frisch von Grill sehen verführerisch lecker aus und schmecken auch so. Fragt sich nur, welcher Grill optimal zu dir passt? Kohle, Gas, Elektro, offenes Feuer oder Rauch – die Wahl des Geräts ist nicht nur eine Frage der Wohnumstände, sondern auch eine Typ-Entscheidung. Jede Grillmethode kann mit eignen Vorteilen überzeugen.

Holzkohlegrill: Traditionelles Grillieren über Glut

Ein Holzkohlegrill sorgt durch das Spiel der Flammen für eine stimmungsvolle Atmosphäre. Das Anfeuern ist gesellig und hat einen hohen Spassfaktor. Die Holzkohle erzeugt einen einzigartig aromatischen Geschmack. Kohlegrills gibt es in vielen Grösse und Varianten auch für die mobile Verwendung. Durch Kohle oder Grillbriketts als Energielieferant bis du unabhängig von Gas und Strom.

Vorheizen ist Pflicht: Das Anzünden der Kohlestücke geht mit einer gewissen Rauchentwicklung einher, die du im Hinblick auf etwaige Nachbarn berücksichtigen sollest. Bis die Kohlgrills dann auf Temperatur kommen und die Glut durchgezogen ist, dauert es bis zu 45 Minuten. Sobald die Kohlen vollständig von einer weissgrauen Schicht überzogen sind, kann es losgehen.

Standgrills, Säulengrills und Lotusgrills

Der Standgrill oder Rundgrill mit drei Beinen ist die klassische Form eines offenen Holzkohlegrills und eine gute Wahl für Einsteiger, die ein günstiges Modell suchen. Der Ständer bringt die Grillfläche auf Tischniveau. Höherwertigere Modelle bieten ein stabiles Gehäuse aus pulverbeschichtetem Metall oder Edelstahl, einen stabilen Ständer und eine insgesamt bessere Verarbeitung. Achte auf einen höhenverstellbaren Rost zum Variieren der Temperatur.

Säulengrills sorgen für eine schnelle Hitzeentwicklung und sind für eilige Griller empfehlenswert. Diese Modelle nutzen den Kamineffekt und saugen Luft auch von unten an. Der zusätzliche Sauerstoff befeuert die Kohlen. Die Grilltemperatur wird schneller erreicht. Per Drosselklappe kannst du die Luftzufuhr regeln.

Lotusgrills sind stilvolle Holzkohletischgrills mit eingebautem Ventilator. Das Gebläse glüht die Kohle in einem geschlossenen Innenbehälter rauchfrei durch. Der Grill kommt rasch auf Betriebstemperatur und kein Fett kann auf die Glut tropfen. Die handlichen Abmessungen empfehlen Lotusgrills für Balkone und Outdoor-Einsätze.

Fass-Holzkohlegrills punkten mit ihrer besonderen Optik. Ihr tonnenförmiger Korpus besteht aus einem umgebauten Ölfass. Mit aufgesetztem Deckel dient der Grill als Stehtisch. Zum Grillieren nimmst du den Deckel ab. Ohne Rost wird das Fass zur Feuerstelle.

Kugelgrill-Allrounder

Kugelgrills gehören aus gutem Grund zu den populärsten Holzkohlegrills überhaupt. Ihr Korpus besteht aus zwei Halbkugeln: Die untere Hälfte ruht auf einem Ständer und nimmt Holzkohlen, Rost und Grillgut auf. Die obere Hälfte dient als abnehmbarer Deckel. Der Deckel mit regelbaren Abluftlöchern macht Kugelgrills zum flexiblen Allrounder: Bei Regen kannst du Würstchen und Fleisch einfach abdecken und in Ruhe weitergrillieren. Zudem kannst du mit Deckel indirekt grillieren, was die Nutzungsmöglichkeiten stark erweitert. Nach dem Abkühlen sorgt der Deckel für eine aufgeräumte Optik und schützt das Gerät.

Vorteilhaft ist ein Kugelgrill mit langlebiger und rosthemmender Keramikbeschichtung. Achte auf ein Deckelthermometer, damit du die Temperatur jederzeit im Blick hast. Standbeine mit Rollen oder ein Grillwagen vereinfachen die Handhabung und den Transport. Praktisch ist ein klappbarer Grillrost, damit du zwischendurch Kohle nachlegen kannst, ohne den Rost rauszunehmen.

Smoker und Kamados

Pulled Pork, Beef Brisket und Spare Ribs sind der heilige Gral der Barbecue-Kultur. Für eine authentische Zubereitung ist ein Smoker die richtige Wahl. Er gart das Grillgut indirekt durch heissen Rauch, der in einer Feuerbox mit Holz und Kohlen oder einem Rauchgenerator mit Gas erzeugt wird. Das Smoken erfolgt über viele Stunden bei niedriger Temperatur. Dadurch bleibt das Grillgut saftig und zeichnet sich durch ein intensives Raucharoma aus. Neben Rippchen und grossen Fleischstücken kannst du Fisch, Käse und Gemüse mit Rauch veredeln. Zum Smoken verwendest du Wood Chips, Wood Chunks (grössere Holzstücke) oder Pellets.

Kamados oder Keramikgrills kombinieren die Möglichkeiten eines Kugel-Holzkohlegrills und eines Smokers. Korpus und hermetisch schliessender Kappdeckel bestehen aus dickem Keramikmaterial, das die Hitze gut aufnimmt und reflektiert. Lüftungsklappen im Boden und Deckel erzeugen einen regulierbaren Kamineffekt. Temperaturen bis 400 Grad Celsius sind möglich. Damit gelingen Steaks mit Branding, stilechter Flammkuchen oder Pizza knusprig wie beim Lieblingsitaliener um die Ecke. Das Hochheizen brennt den Grill zugleich frei (Pyrolyse) und vereinfacht die Reinigung. Per Luftzufuhrsteuerung kannst du den Kamado auch auf niedrige Temperaturen für Spare Ribs und andere Long-Jobs einregeln.

Knisternde Lagefeuerromantik steht beim Grillieren auf einer Feuerstelle im Vordergrund. In der Feuerschale verbrennst du Holz und geniesst den Anblick und die Wärme der Flammen. Ist Glut entstanden, setzt du den Rost ein. Dreibeinstative machen Feuerstellen zum Schwenkgrill. Wegen der Gefahr von Funkenflug sind Feuerstellen nur im Garten ratsam.

Direkt oder indirekt grillieren?

Kohlegrills ohne Deckel eignen sich zum direkten Grillieren über der Glut mit hoher Temperatur und kurzer Garzeit. Direkt ist die Zubereitung, weil die Hitze ohne Umweg von unten auf das Gargut trifft. Die hohen Temperaturen bewirken eine schnelle Bräunung mit intensiven Röstaromen. Die Oberfläche wird appetitlich kross.

Auf einem Holzkohlegerät mit Deckel kannst du auch indirekt grillieren. Das Grillieren bei geschlossenem Deckel sorgt für eine schonende Zubereitung bei niedriger Temperatur. Grössere Fleischstücke ziehen langsam durch und werden saftig-zart.

Beim indirekten Grillieren schichtest Du die Kohle oder Briketts so, dass die Glut das Fleisch nicht direkt erreicht, etwa ringförmig am Rand entlang (Minion-Ring). Die Glut wandert dann gleichmässig weiter und hält die Temperatur im Inneren über längere Zeit konstant. Ein Thermometer im Deckel hilft bei der Kontrolle. Die geschlossene Haube hält die Hitze im Grill und reflektiert sie wie bei einem Umluftbackofen. Tropfendes Fett kann sich nicht entzünden und nichts brennt an.

Direkte und indirekte Zubereitung lassen sich vorteilhaft kombinieren , etwa bei Steaks, die du kurz direkt anröstest, um eine Kruste zu erhalten. Dann lässt du das Fleisch einige Minuten indirekt bis zum Wunschgargrad ziehen. So geniesst du perfekt auf den Punkt gegartes Fleisch ohne grauen Rand.

Gasgrill: Komfortables und raucharmes Grillvergnügen

Kommt es dir auf eine kurze Anlaufphase, Präzision und einfache Bedienung an, hat ein Gasgrill die Nase vorn. Du kannst ohne grosse Vorbereitungen jederzeit losgrillieren: Die Zündung erfolgt auf Knopfdruck und das Aufwärmen erzeugt weder Rauch noch Funkenflug. Gasgrills brauchen nur etwa 10 Minuten, bis sie auf Betriebstemperatur sind. Nach dem Essen kühlt das Gehäuse schnell ab. Hinterher genügt es, den Grillrost kurz abzubürsten. Gas aus der Flasche ist überall verfügbar und lässt sich exakt steuern – scharfes Anbraten und langsames Garziehen gelingen auf Anhieb.

Eine kleine Schwäche beim Gasgrillieren ist das fehlende Raucharoma, wie es für Holzkohlegrills typisch ist. Eine Räucherbox oder Räucher-Chips in Alufolie sorgen bei Bedarf für ein Holzaroma. Sogar Smoken kannst du mit diesem Trick.

Gaskugelgrills sind platzsparend und bieten nahezu alle Vorteile von Holzkohle-Kugelgrills – ohne den Schmutz von Asche. Mit dem integrierten drehbaren Trichter wechselst du auch bei Modellen mit nur einem Brenner zwischen direktem und indirektem Grillieren. Das Nachlegen von Kohle bei Long-Jobs entfällt und ein Griff zum Drehregler genügt für eine schnelle Temperaturanpassung.

Gas-Grillstationen mit mehreren Brennern sind hochflexibel und bieten viel Platz. Je mehr Brenner vorhanden sind, desto mehr Hitze steht zum Grillieren und für die Pyrolyse-Reinigung zur Verfügung. Multi-Brenner erlauben die Einrichtung verschiedener Temperaturzonen mit voller Pulle für Röstaromen und schonendem indirekten Garziehen. Auf dem grosszügigen Rost begrillst du je nach Modell locker vier, sechs und mehr Personen gleichzeitig. Die stufenlos regulierbaren Brenner starten per Piezo-Zündung und sorgen für ordentlich Power unter den Aromastäben. Sie verdampfen herabtropfende Flüssigkeiten für mehr Geschmack.

Eng beieinanderliegende Brennerstäbe oder ein Keramikbrenner werden zum Anraten von Fleisch bis zu 800 Grad heiss. Ein Backburner sorgt in Verbindung mit einem Drehspiess für knuspriges Geflügel, Gyros oder Spiessbraten. Nützliche Extras sind eine Grillfeldbeleuchtung, eine Gasflaschenhalterung und ein grosses Aufbewahrungsfach.

Oberhitzegrills sind Infrarotgrills für Steakliebhaber. Ein gasbetriebener Keramikbrenner erzeugt 800 Grad Oberhitze. Diese trifft als Infrarotwärmestrahlung von oben auf Fleisch, Fisch, Ananas oder Crème brûlée und erzeugt in unter zwei Minuten eine köstliche Kruste. Fette und Säfte tropfen nach unten weg.

Plancha-Gasgrills sind Tischgrills mit durchgängiger Grillplatte anstelle eines Grillrosts. Damit bereitest du Gerichte von Frühstückseiern über Fleisch, Meeresfrüchte und Burger bis hin zu Gemüse vor den Augen deiner Gäste zu. Die Handhabung ähnelt den Grillplatten in japanischen Restaurants – selbst kleinste Stücke können nicht herunterfallen.

Elektrogrill: Profi für den Balkon

Elektrogrills bescheren dir ein einfaches, sauberes, platzsparendes und geruchsarmes Grillvergnügen auf dem Balkon. Stecker rein, kurz warten – schon legst du das Grillgut auf. Du benötigst weder Kohlen noch Gasflaschen und die Temperatur ist gut regelbar. Praktisch sind Modelle mit Wassertropfschale: Hinterher kurz ausspülen und der Grill ist wie neu. Den Rost oder die antihaftbeschichtete Grillplatte gibst du in die Spülmaschine. Die Steckdosengriller sind sehr sicher, denn es gibt keine offene Flamme. Elektrogrills werden allerdings nicht so heiss wie andere Grillvarianten und liefern kein Holzkohlearoma.

Tisch-Elektrogrills sind handlich und werden auf den Tisch gestellt. Das ist beim Grillieren auf engen Balkonen und Terrassen von Vorteil. Bis zum nächsten Glillieren findet das Gerät im Schrank oder der Abstellkammer Platz. Als einziger Grilltyp sind viele Tischmodelle auch indoor-tauglich.

Kontaktgrills sind eine Sonderform von Tischgrills. Sie grillieren das Gargut gleichzeitig von beiden Seiten. Dadurch reduziert sich die Zubereitungsdauer. Zudem lassen sich gefrorene Lebensmittel besser garen. Knusprige Panini-Sandwiches gelingen unvergleichlich gut.

Elektro-Standgrills sind mit einem Gestell ausgestattet und belegen keinen Platz auf dem Tisch. Der Standfuss sorgt für Stabilität und bringt das Gerät auf eine angenehme Arbeitshöhe.

Elektrische Infrarotgrills geben bis zu 800 Grad als intensive Strahlungswärme über ein Keramikheizelement von oben ans Fleisch ab. Dieses Verfahren zaubert eine hocharomatische Kruste, während das Steakinnere saftig-zart bleibt. Auch zum Gratinieren und Überbacken sind E-Infrarotgrills sehr gut geeignet.

Wie gross soll der neue Grill sein?

Ein Kriterium bei der Wahl deines neuen Grillgeräts ist die Anzahl der Personen, die du üblicherweise verköstigst. Zwei Bratwürste passen auf den kleinsten Grill. Sollen neben Würstchen auch mehrere Nackensteaks, Bauchfleisch und Veggy-Snacks gleichzeitig fertig werden, ist ein mittelgrosses Modell empfehlenswert. Grosse Grills eigen sich für Familien und einen grossen Freundeskreis.

Kleine Grillgeräte eignen verbrauchen aufgrund der geringen Rostfläche weniger Kohle oder Gas. Ihr Platzbedarf ist gering und die Mobilität gross. So kannst du den Grill zum Beispiel auch als Camping- oder Balkongrill, am Strand und im Park verwenden. Mit mehreren Personen wird ein Kompaktmodell schnell zu klein.

Auf einem grösseren Grill kannst du auch grosse Stücke zubereiten. Ein Tomahawk-Steak mit Knochen ist ein Genusserlebnis. Roastbeef am Stück, ein ganzes Kalbskarree oder Bacon-Bombs sind Hingucker auf Grillpartys, lassen sich aber nur bei ausreichend grosser Grillfläche zubereiten. Auch das Grillierem mit mehreren Temperaturzonen benötigt Platz, weil nicht der ganze Rost bis zum Rand genutzt werden kann.

Die Grillgrössen-Faustregel unter Barbecue-Profis lautet «Grillfläche ist nur durch mehr Grillfläche zu ersetzen». Ist die entsprechende Stellfläche vorhanden, darf der Grill also auch eine Nummer grösser sein.

Grillrost: Edelstahl, Guss oder emailliert?

Der Grillrost dient als Auflagefläche für das Grillgut und wird verchromt, in Edelstahl, Gusseisen oder emailliert angeboten. Verchromte Modelle sind bei günstigen Grills üblich und an dünnen Stäben zu erkennen. Sie können rosten, speichern weniger Hitze und erzeugen kein Grillmuster (Branding).

Hochwertiger ist ein Rost aus Edelstahl. Er ist rostfrei, temperaturbeständig und pflegeleicht. Sind die Stäbe dick genug, bekommst du nach Vorheizen schöne Brandings.

Grusseisenroste zeichnen sich durch eine überragende Wärmespeicherung und Abgabe aus. Ihr Branding ist besonders stark. Nachteilig ist der Pflegebedarf: Um eine Schutzschicht zu erzeugen, sollte der Rost vor der ersten Nutzung eingebrannt werden. Bei Wasserkontakt kann Rost entstehen. Regelmässiges Einölen schützt das Material. Emailliertes Gusseisen ist durch eine Beschichtung vor Rost geschützt, allerdings nicht bruchsicher.

Die Alternative zu einem Rost ist eine antihaftbeschichtete Grillauflageplatte. Sie minimiert herabtropfendes Fett und ist auf Balkonen vorteilhaft.

Dieses Zubehör brauchst du

Damit du beim Holzkohlegrillieren schnell mit dem Auflegen beginnen kannst, ist ein Anzündkamin praktisch. Zur Säuberung des Rosts benötigst du eine Grilldrahtbürste. Mit einer vernünftigen Grillzange und Wendern drehst Du das Gargut. Grillhandschuhe schützen deine Hände beim Nachlegen von Grillkohle. Mit einem Grillthermometer kontrollierst du den Garzustand deiner Gerichte und verhinderst Geschmacksverlust durch Übergaren. Aufsätze wie Grillplatten oder Pizzasteine vergrössern die Zubereitungsvielfalt. Für kleine Fleischstücke und Gemüse sind Spiesse zum leichten Wenden praktisch.

Fazit: Heiss geliebtes Grillvergnügen

Ob du Holzkohle, Gas oder Strom bevorzugst, ist letztlich Geschmackssache. Grillköstlichkeiten kannst du mit allen Methoden zubereiten. Wer weiss, vielleicht gesellt sich zu deinem neuen Grill schon bald ein zweiter – für mobiles grillieren, zum Smoken oder für noch mehr Genuss an der frischen Luft.