Strom sparen

Die Stromkosten schnellen in die Höhe und es sammeln sich immer mehr Elektrogeräte im Haushalt. Den Stromverbrauch zu senken, ist mit einigen Tipps gar nicht so schwierig. Vielleicht findest auch du unter den verschiedenen Stromsparmassnahmen einen sinnvollen Trick, um deine Energiekosten zu senken.

Strom sparen beim Kochen

In der Küche gibt es Sparmassnahmen, die einfach umgesetzt werden können. Beim Kochen auf dem Herd sollte der Kochtopf mit Deckel verwendet werden. Zudem kann man auch einfach die Restwärme verwenden und den Backofen oder die Elektro-Herdplatte bereits etwas früher ausschalten. Beim Backen kann zudem auch auf das Vorheizen verzichtet werden. Besonders praktisch sind auch Pfannen & Kochtöpfe aus Kupfer oder Gusseisen, da sie die Wärme besser speichern.

Zudem lohnt es sich, das Geschirr ohne Vorwäsche im Geschirrspüler mit dem Sparprogramm laufen zu lassen.

Für den Tee oder die Pasta lohnt es sich, das Wasser im Wasserkocher aufzukochen, denn im Vergleich zum Kochtopf wird weniger Energie benötigt.

Das Energielabel und die Energieeffizienzklassen

Bei der Anschaffung eines neuen Grossgerätes für den Haushalt, ist nebst anderen Kriterien, auch die Energieeffizienzklasse entscheidend. Sie gibt absteigend von "A" bis "G" Auskunft über den Energieverbrauch eines Elektrogeräts. Die Kosten bei Geräten mit einer besseren Energieeffizienzklasse (dabei ist der Verbrauch bei A am niedrigsten) sind oftmals in der Anschaffung etwas höher, rechnen sich dann aber mit der Zeit über geringere Energiekosten.

Zu beachten ist noch, dass sich die Energielabels im 2021 für die folgenden Produkte geändert haben: Waschmaschinen, Wasch-Trocken-Automaten, Kühl- und Gefriergeräte, Weinschränke, Geschirrspüler, TV-Geräte, PC-Monitore, Lampen und Leuchtmittel. Die frühere Kennzeichnung zwischen "A+++" bis "D" ist seither für die genannten Produkte nicht mehr gültig und wurde mit der Skala "A" bis "G" ersetzt.

Grosses Sparpotenzial beim Waschen

Waschmaschine und Tumbler haben einen hohen Energieverbrauch, da nicht nur Strom, sondern auch Wasser benötigt wird. Auch hier kann bereits mit einfachen Einstellungen viel gespart werden. Moderne Geräte entfernen auch bei niedrigeren Temperaturen und ohne Vorwaschprogramm Verschmutzungen. 30 Grad reichen oftmals aus, um alle Flecken zu entfernen.

Anstatt nach dem Waschen noch den Trockner zu benutzen, lohnt es sich die Wäsche am Wäscheständer aufzuhängen. Sollte der Wäschetrockner aber unverzichtbar sein, lohnt es sich, die Trommel zu füllen und nicht nur einzelne Kleidungsstücke zu trocknen.

LED-Lampen im Haushalt

Auch bei den Lampen gibt es ein hohes Sparpotenzial. Alte Glüh-, Halogen und Sparlampen können durch neue LED-Lampen ersetzt werden. Die LED-Birnen sind zwar in der Anschaffung etwas teurer, der Stromverbrauch ist allerdings viel tiefer im Vergleich zu den alten Birnen und die Lebensdauer ist um einiges länger bei LED-Leuchtmitteln.

Bei smarten Systemen lassen sich die Lampen sogar über das Smartphone steuern. Teilweise lässt sich auch die Leuchtzeit pro Leuchte einstellen.

Geräte bei Nichtgebrauch ausschalten

Elektrogeräte verbrauchen auch im Standby- oder Ruhemodus Strom. Das Ladekabel oder den Drucker immer auszustecken, kann auf Dauer aber nervig sein. Deshalb empfiehlt es sich, Zeitschaltuhren oder Steckdosenleisten mit Kippschalter zu verwenden. Besonders praktisch sind die Steckdosenleisten, wenn mehrere Geräte wie TV, Spielkonsole, TV-Box etc. angeschlossen sind. So können mit einem Schalter alle Geräte ausgeschaltet werden.

Eine smarte Alternative bieten auch Zwischenstecker, welche per Smartphone gesteuert werden. So kannst du die Startzeit für die Stehlampe direkt in der App einstellen. Mit dem Smartplug von MYSTROM hast du den Stromverbrauch deiner angeschlossenen Geräte zudem immer im Blick.

Welche Stromfresser habe ich zu Hause?

Manchmal ist es gar nicht so einfach, die Stromfresser im Haushalt aufzuspüren. Ein Strommessgerät hilft dir den Übeltäter zu entlarven. Dazu wird das Energiekostenmessgerät einfach zwischen die Steckdose und das elektrische Gerät gesteckt. Auf dem Display kannst du dann die Werte ablesen und die Kosten auch für einen längeren Zeitraum berechnen. Bei einigen Geräten kannst du auch direkt einen Strompreis im Gerät einstellen und erhältst direkt eine Kostenprognose.

Es gibt auch ausgeklügelte Geräte, wie zum Beispiel das SHELLY 3EM, welche direkt ans Netzwerk angeschlossen werden und die Energiemessung auf dem Smartphone veranschaulichen.

Stromalternativen für den Notfall

Für den Notfall gibt es Geräte, die Strom produzieren oder gespeicherten Strom abgeben. Mobile Stromgeneratoren, Powerstations und Powerbanks (nur für mobile Geräte) versorgen deine elektrischen Geräte auch unterwegs mit Strom. Stromgeneratoren werden mit Benzin oder Diesel betrieben. Powerstations und Powerbanks werden am Stromnetz oder über Solarpanels aufgeladen. Sie eignen sich also nicht nur für den Notfall zu Hause, sondern können auch dort eingesetzt werden, wo keine Steckdose vorhanden ist (beim Campen, im Garten oder auf der Baustelle).

Eine weitere Option sind Solarpanels, welche durch die Einstrahlung des Sonnenlichts Energie produzieren. Über integrierte USB-A Anschlüsse lassen sich mobile Geräte direkt ab Solarpanel aufladen. Ebenfalls können die Solarpanels für die Aufladung der dazu passenden Powerstations genutzt werden. Trotzdem sollten Powerstations immer am Netz voraufgeladen werden, um jederzeit einsatzbereit zu sein. Für geringen Strombedarf gibt es mobile Solarmodule, welche individuell und auch unterwegs eingesetzt werden können.

Was tun ohne Strom?

  • Kerzen bieten das nötige Licht um nicht im Dunkeln zu sitzen.

  • Taschenlampe mit vollen Batterien oder aufgeladenem Akku bereit halten. Jedes Smartphone bietet heute eine Taschenlampen Funktion.

  • Am Smartphone den Stromsparmodus aktiveren.

  • Das Smartphone nur für die wirklich wichtigen Dinge nutzen damit der Akku die Stunden des Stromausfalls überbrücken kann: als Taschenlampe, nur Textnachrichten verschicken, Telefongespräche möglichst vermeiden oder kurzhalten.

  • Kühlschrank und Gefriertruhe nicht unnötig öffnen. Die Geräte können je nach Modell die Temperatur bis mehrere Tage tief genug halten, so dass die Lebensmittel trotz Stromausfall geniessbar bleiben. Dies setzt voraus, dass sie möglichst geschlossen bleiben.

  • Kalt geniessbare Lebensmittel im Haushalt haben. So kann auch ohne zu kochen gegessen werden.

  • Alle akkubetriebenen Geräte immer frühzeitig voll aufladen.

  • Sich frühzeitig Gedanken über Beschäftigungen machen, welche auch ohne Strom funktionieren: Gesellschaftsspiele, Basteln mit manuellem Handwerkzeug, Lesen, Raus an die frische Luft gehen (Spazieren, joggen usw.)

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