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Genial einfach: Ein Armband für mehr Sicherheit

Genial einfach: Ein Armband für mehr Sicherheit

Von Felix Held

Es ist wohl die Schreckensvorstellung vieler Eltern: Einmal kurz nicht aufgepasst und auf einmal ist das eigene Kind nicht mehr in Sichtweite. Um in solchen Situationen Hilfestellung zu geben, haben sich die italienischen Designer von Blu Oberon etwas einfallen lassen: Ein Armband mit eingebautem Chip, das es im Notfall ermöglicht, vermisste Menschen wiederzufinden.

Die Technik

Das bluon.me-Armband ist mit einem Chip ausgestattet, der über NFC ausgelesen werden kann. Darüber kann das Armband lokalisiert werden und ermöglicht es, die Familie anzurufen, eine Nachricht zu senden oder sofort einen Chat mit den Eltern oder anderen Notfallkontakten zu beginnen.

Registrierung

Damit das Armband wie gewünscht funktioniert, muss man sich zunächst auf einer Webseite registrieren. Das funktioniert ganz einfach: auf jedem Armband ist ein individueller Code aufgedruckt. Diesen ruft man für die Registrierung über einen Webbrowser auf. Dort wird man zunächst nach dem Geschlecht des Armbandträgers gefragt. Ausserdem muss man einen Namen eingeben. Den kann man später nicht mehr ändern. Auch das Geburtsdatum wird abgefragt sowie eine Kontakt-E-Mail-Adresse.

Dann muss man die Kontaktdaten der Person eintragen, die im Fall der Fälle benachrichtigt werden soll (Name und Handynummer, unbedingt auf die richtige Ländervorwahl achten). Ausserdem wird abgefragt, in welcher Beziehung man zum Träger des Armbands steht, beispielsweise, ob man ein Elternteil oder ein Bekannter ist. Auch ein Foto des Armbandträgers lässt sich hinzufügen, das ist aber optional. Das alles ist in wenigen Minuten erledigt. Ist die Registrierung abgeschlossen, wird automatisch eine E-Mail generiert, die weitere Handlungsanweisungen beinhaltet und die Kontaktinformationen zur Kontrolle auflistet. Darüber gelangt man auch in das Benutzerkonto, wo man seine Daten jederzeit anpassen kann.

Armband finden

Um zu testen, ob das Armband wie gewünscht funktioniert, schalte ich die NFC-Funktion von meinem Smartphone ein und halte es ans Armband. Mein Smartphone vibriert und fordert mich dazu auf, einen Browser zu öffnen. Ich gelange zur bluon.me-Webseite. Parallel dazu erhalte ich, da ich mich selbst als Kontakt registriert habe, eine E-Mail, die mir sagt, dass sich das Armband in Jegenstorf befindet.

Im Webbrowser kann der Finder des Armbands nun einen Chat mit der hinterlegten Kontaktperson beginnen. Das Programm informiert ihn, dass der Träger Hilfe benötigt und fragt den Finder über ein Chatfenster nach seinem Namen. Ich gebe meinen Namen ein und es erscheint eine Nachricht, die mich darüber informiert, dass ich mit den Familienmitgliedern des Armbandträgers in Kontakt treten kann. Ich kann ihnen über den Webchat auch gleich eine Nachricht schreiben. Ich schreibe eine Nachricht, die dann automatisch umgehend an die hinterlegte Kontaktadresse geschickt wird.

Die Kontaktperson kann nun über den sogenannten "Safeguard" bequem über die Chatfunktion mit dem Finder in Kontakt treten. Ist die Telefonnummer korrekt hinterlegt, funktioniert auch die Kontaktaufnahme über WhatsApp oder per Anruf problemlos. Auf einer Karte wird zudem angezeigt, wo genau sich das Armband – und damit hoffentlich auch sein Träger – befindet.

Fazit

Das Tracing-Armband von Blu Oberon funktioniert so einfach wie genial. Der Träger muss im Fall der Fälle nur das Band hochhalten, alle übrigen Handlungsschritte sind darauf vermerkt. So lässt sich buchstäblich kinderleicht ein Kontakt zu der vermissten Person herstellen. Das eignet sich sicher gut für Eltern, die eine Absicherung für ihre Kinder wollen.

Aber auch für Erwachsene kann solch ein Armband durchaus sinnvoll sein – denkt man beispielsweise an ältere und oder verwirrte Menschen, die Probleme haben, sich selbst zurechtzufinden. Und für Hunde- und Katzenbesitzer gibt es ebenfalls gute Nachrichten: ab Herbst 2020 kommt auch die Edition der bluon Halsbänder für Tiere auf den Markt.