1. Home
  2. Blog
  3. Ratgeber
  4. SONY WH-1000XM4

Kopfhörer im Test: SONY WH-1000XM4

Seit etwa einem Monat hat unser Kopfhörer-Experte Dario Wolflisberg den Sony WH-1000XM4 getestet und vor allem mit dem Vorgängermodell WH-1000XM3 verglichen. Zu welchem Ergebnis er gekommen ist, erfahrt ihr in diesem ausführlichen Testbericht.

Der erste Eindruck

Wer wenig ändern muss, hat schon vieles richtig gemacht. Das muss sich wohl auch Sony gedacht haben, beim neuesten Ableger der WH-1000X-Serie. Schon beim Auspacken wurde mir klar: Innovation werde ich hier nicht finden. Ich wollte mich aber nicht von meinem ersten Eindruck blenden lassen und ohne Vorurteile den Kopfhörer testen. Bei genauerem Hinschauen fielen mir dann doch kleine Unterschiede im Design auf.

In der Mitte des Stirnbandes steht nun nicht mehr WH-1000XM3, sondern WH-1000XM4. Auch wurde das NFC-Logo auf dem rechten Hörer hineingepresst und nicht nur aufgedruckt. Ausserdem ist der innere Teil des Bügels ein bisschen praller gefüllt. Trotz der nur kleinen Veränderungen, immer noch ein ästhetisch ansprechender Kopfhörer wie sein Vorgänger, aber mit kleinen optischen Verbesserungen.

Doch was kann der denn jetzt?

Der Sony WH-1000XM4 packt noch ein paar Features drauf, manche nützlich, manche weniger. Der wohl grösste Pain-Point der XM3 wurde mit dem XM4 endlich behoben: Multi-Device-Pairing! Endlich kann ich mein Handy und mein Laptop gleichzeitig mit meinem Kopfhörer verbinden und muss mich nicht mehr mit dem ewiglangem Verbindungsprozedere des XM3 herumschlagen.

Beim neuen Sony-Kopfhörer funktioniert der Wechsel zwischen zwei Geräten ohne grosse Verzögerung. So kann ich ohne Probleme Musik auf den Kopfhörern über den Laptop hören sowie den eingehenden Anruf auf meinem Handy annehmen und die XM4 als Headset verwenden. Dass ich dabei Musik nicht mehr über den LDAC-Codec hören kann ist schade, aber verkraftbar.

Zusätzlich besitzt der Kopfhörer einen Tragesensor. Dieser erkennt automatisch, ob der Kopfhörer getragen wird und stoppt bei Bedarf selbständig die Musik.

Ein weiteres Feature ist die Speak-to-Chat-Funktion. Dabei erkennt der Sony WH-1000XM4 die Stimme des Trägers, pausiert daraufhin die Musik und lässt Umgebungsgeräusche durch. Dies ist vor allem nützlich, wenn man gerade die Hände voll hat, von jemanden angesprochen wird und die Kopfhörer nur schwer absetzen kann. Für diejenigen, die gerne zu den Songs mitsummen oder singen: Diese Funktion kann, wie viele andere, in der Sony-Headphones-App ein- oder ausgeschaltet werden.

Zusätzlich sollen die Sony WH-1000XM4 mehr Mikrophone verbaut haben, welche die Leistung des Noise Cancelling und die Qualität bei Anrufen verbessern sollen. Dazu später mehr.

Mein Alltag

Zugegeben, anfangs war ich etwas enttäuscht darüber, dass es keine grossen Innovationen gibt, gefühlt einfach das gleiche Gehäuse verwendet wurde wie beim XM3 und die Transporttasche eins zu eins die gleiche ist wie bei diesem. Doch sicher wurden der Sound und die Geräusche-Reduzierung verbessert. Oder? Kurze Antwort: Jein

Beim alltäglichen Gebrauch im Büro oder im Zug, habe ich absolut keinen Unterschied erkannt. Das ist nicht weiter schlimm, denn das Noise Cancelling ist definitiv immer noch spitzenmässig und der Klang 1A – doch halt einfach nichts Neues. Mir lässt das aber keine Ruhe. Ich frage mich: "Habe ich wirklich 399.- Franken dafür ausgegeben, damit ich mit anderen sprechen kann, ohne meine Kopfhörer abzusetzen?" Darum setze ich mich an meinen Esstisch – mit dem XM3 und dem XM4 für den ultimativen Test. Jeder Song, den ich höre, wird zweimal mit demselben Abspielgerät (Sony Xperia 5, welches LDAC fähig ist) gespielt: Layla von Eric Clapton, Halb 3 von Luciano, Blinding Lights von The Weeknd uvm.

Insgesamt bin ich 3 Stunden an diesem Tisch gesessen, um die Unterschiede zu erkennen und herauszufinden, welchen ich besser finde. Sogar mit verbundenen Augen habe ich der Musik gelauscht, nur um am Ende zum ernüchterten Fazit zu kommen. Der XM4 ist zwar ein bisschen klarer in den Höhen und der Bass ist ganz minim weniger stark, doch wenn man ehrlich ist: Diese Veränderungen sind zu vernachlässigen. Darum habe ich darauf verzichtet, den XM4 intensiv mit dem Bowers & Wilkins PX7 zu vergleichen, da schon die XM3 keine Chance hatten gegen meine Lieblingskopfhörer – bezogen auf den Klang.

Das Noise Cancelling

Doch Dario, was ist mit dem Noise Cancelling? Das muss doch besser sein, oder?! Auch hier muss ich sagen: keine grossen Unterschiede. Persönlich fand ich sogar, dass der XM3 mehr Lärm im Mitteltonbereich ausblendet als der XM4, der XM4 dafür noch mehr bei tiefen Tönen ausblendet. Aber man muss sagen: Im Alltag fällt dies nicht auf und beide machen einen exzellenten Job bei der Geräuschminimierung.

Sieht nicht gerade gut, aus meinen Kauf zu rechtfertigen. Dennoch werde ich die XM4 behalten. Nicht nur, weil die Rückgabefrist so oder so abgelaufen ist, sondern weil ich die kleinen Features wie Multi-Device-Pairing und die Speak-to-Chat Funktion richtig lieben gelernt habe. Meine XM3 werde ich entweder verkaufen oder einem meiner Freunde übergeben, denn er ist zu gut, um einfach zu verstauben in meinem Regal.

Fazit

Der Sony WH-1000XM4 ist ein gelungener Kopfhörer, welcher aber das Rad nicht neu erfunden hat. Wer den Vorgänger besitzt, hat absolut keinen Anreiz, auf den XM4 zu wechseln – ausser Geld spielt keine Rolle. Und für Leute, die bis jetzt noch keinen XM3 haben, ist nun der richtige Zeitpunkt, einen zu kaufen, da er jetzt definitiv vermehrt zu Aktionspreisen erscheinen wird. Den Sony WH-1000XM4 empfehle ich nur denen, die das neuste und beste wollen – oder wenn der WH-1000XM3 nicht mehr erhältlich ist.

Diese Kopfhörer bringen den besten Hörgenuss

Die Auswahl an Kopfhörern ist riesig. Doch bei welchen lohnt sich der Kauf wirklich? Und mit welchen Vorteilen können die unterschiedlichen Modelle punkten? Unser Experte Dario Wolflisberg stellt euch seine persönlichen Favoriten vor.

Weiterlesen

BABYLISS MEN – Man(n) wird in der Körperpflege rundum versorgt

BABYLISS MEN präsentiert sich mit den Precision Lithium Maschinen bereit für jede Rasur. Es gibt eine grosse Auswahl an Maschinen, die alle mit der Japanese Steel Technologie ausgestattet wurden. Scharfe Klingen und saubere Rasuren sind somit bei jedem Kauf garantiert.

Weiterlesen